Internationale Ibbenbürener Motorrad-Veteranen-Rallye

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Gesamtsieger 2017

Roland Kaiser bekam für den Gesamtsieg neben einem Glaspokal auch den traditionellen goldenen Lorbeerkranz durch Ibbenbürens stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Köster und den Vizepräsidenten des Oldtimer-Weltverbandes FIVA, Jos Theuns (3.v.l.), überreicht. Zu den ersten Gratulanten gehörte die Organisationsleitung der Veteranenrallye mit Hans Schmidt (l.), Stefan Clever (2.v.l.) und Gregor Mausolf (r.) Foto: AMC Ibbenbüren/Matthias Mausolf

Veteranenrallye 2017:

Roland Kaiser ist Gesamtsieger

Peter Tschirn gewinnt Gleichmäßigkeitslauf

Der Gesamtsieger der 37. Ibbenbürener Motorrad-Veteranen-Rallye heißt Roland Kaiser. Der 59-Jährige aus Petersberg-Teicha bei Halle (Saale) hatte mit seinem D-Rad 0/6, Baujahr 1927, nach den drei Gleichmäßigkeitsprüfungen mit 11,672 die wenigsten Punkte. Den Sieg im Gleichmäßigkeitslauf am Samstag im Stadion sicherte sich Peter Tschirn aus Wiesbaden auf einer Indian Scout, Baujahr 1928, mit einer Abweichung von 0,95 Sekunden auf die Idealzeit. Die Mannschaftswertung ging an "Die Spätnenner" – bestehend aus Bernd Stinski (Hechthausen bei Stade, Zündapp KS600, Baujahr 1939), Bernd Adler (Dortmund, AJS, Baujahr 1936) sowie Monika und Walter Schenk (Spenge, BMW R2, Baujahr 1931, und Humber, Baujahr 1910).

Roland Kaiser hatte im Ziel einen Vorsprung von 5,608 Punkten auf Vorjahressieger Lothar Klenner aus Langenhagen, der mit einer Wanderer, Baujahr 1920, unterwegs war. Das Podium komplettierte Peter Tuchel aus Halle (Saale) mit einer DKW KS200, Baujahr 1937. Bei ihm errechnete das Auswertungsteam 30,180 Punkte. Die Fahrer mussten an zwei Tagen insgesamt 28,28 Kilometer mit möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit (24 – 30 – oder 36 km/h) absolvieren. Die Länge und das Ziel der Gleichmäßigkeitsprüfungen war ihnen dabei nicht bekannt.

Sieger GleichmäßigkeitslaufGanz anders die Bedingungen am Samstagnachmittag im Stadion Ost. Durch drei Schikanen war eine Runde 410 Meter lang, insgesamt mussten bei fünf Runden also 2050 Meter absolviert werden. Dafür hatte der veranstaltende Automobilclub Ibbenbüren e.V. im ADAC einen Schnitt mit einer Nachkommastelle vorgegeben. Dieser Schnitt wechselte zwischen den einzelnen Läufen, um später startenden Fahrern keinen Vorteil zu bieten. Zweiter hinter Peter Tschirn (Foto) wurde hier Bernd Rückl aus Münster-Wolbeck mit einer BMW R23, Baujahr 1939. Er hatte eine Abweichung von 2,27 Sekunden auf die Idealzeit. Rang 3 belegte Harald Fiedler aus Bad Salzuflen mit der Coventry Eagle, Baujahr 1906. Mit einer Abweichung von 2,43 Sekunden musste er sich Rückl nur knapp geschlagen geben. Harald Fiedler ist einer von fünf Fahrern, die an allen 37 Ibbenbürener Veteranenrallyes teilgenommen haben.

Äußerst knapp fiel die Mannschaftswertung aus. Gerade mal 1,713 Punkte zuviel hatten die „Oldtimerfreunde Halle-Teicha“ mit Peter Tuchel und Roland Kaiser sowie Stephan Lohse (Victoria KR20ZBL, Baujahr 1935) und Axel Borchardt (NSU, Baujahr 1926), und mussten sich dadurch mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Dritter wurde das in einer Position gegenüber 2016 leicht veränderte „Knatter-Team“ mit Robin Lewe (Sommerfeld, NSU 501T, Baujahr 1928), Michael Meyer (Frankfurt, Terrot PUO, Baujahr 1939), Ronny Lewe (Sommerfeld, BSA G25 Colonial V-twin, Baujahr 1925) und dem bereits 83-jährigen Hinrich Rypke (Kölln-Reisiek bei Elmshorn, BMW R42, Baujahr 1927). 2016 hatte das Knatterteam die Mannschaftwertung gewonnen.

Aus lokaler Sicht war die Veteranenrallye – nur vom Ergebnis her – durchwachsen. In der Klasse 3 verpasste Oliver Maug aus Ibbenbüren-Laggenbeck mit der Alba-Stettin, Baujahr 1923, das Podium nur um einen Platz. In der mit 29 Fahrern sehr starken Klasse 6 sicherte sich Karsten Grafe aus Westerkappeln mit seiner NSU 301TS, Baujahr 1930, den 3. Platz. Ulrich Harte aus Ibbenbüren (Nimbus L, Baujahr 1935) kam in der Klasse 8 auf Rang 5, direkt dahinter platzierte sich Dominik Schräder aus Laggenbeck (Standard Feuergeist, Baujahr 1935). Christina Marr aus Westerkappeln (Victoria KR20EN, Baujahr 1938) fuhr in der Klasse 9 auf den 7. Platz. In der Klasse 10 erreichte Olaf Brönstrup aus Laggenbeck mit seinem BMW R75 Wehrmachtsgespann von 1944 den 5. Rang.

Mannschaftssieger

Die „Spätnenner“ – hier zusammen mit der stellv. Landrätin des Kreises Steinfurt, Gisela Köster (2.v.l) – waren die erfolgreichste Mannschaft der Veteranenrallye 2017 (v.l.): Walter Schenk, Bernd Stinski, Bernd Adler  und Monika Schenk. Foto: AMC Ibbenbüren/Matthias Mausolf